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Welche Stoffe für Babykleidung?

Welches Material für Babykleidung und welche Stoffe eignen sich für Neugeborene?

Als werdender Elternteil oder sonstige Verwandte kommen viele Fragen auf. Welche Stoffe für Babykleidung am besten geeignet sind und welche Eigenschaften die unterschiedlichen Materialien haben, erfährst du in diesem Beitrag. Babywäsche muss bewegungsfreundlich, bequem und hautfreundlich sein und gleichzeitig auch pflegeleicht. Außerdem sollte sie auch frei von unbedenklichen Stoffen sein. Denn die Babyhaut ist dank der dünnen Schutzbarriere sehr sensibel, durchlässig und reagiert stark auf äußere Einflüsse und nimmt schädliche Stoffe leicht auf. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall der Blick auf mit zuverlässigen Gütesiegeln zertifizierte Stoffe. Welche Stoffe kann man an die kleinen Körperchen heranlassen und was unterscheidet die Materialien?

    1. Naturfaser vs. Kunstfaser
    2. Vergleich: Wolle, Wolle/Seide und Baumwolle
    3. Überblickstabelle
    4. Welcher Stoff für welche Babykleidung?

 


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Naturfaser vs Kunstfaser

Kunstfasern, wie in synthetische Stoffstücken oder Babykleidung aus Polyester, sind künstliche Materialien, die aus Erdölprodukten hergestellt werden und nicht für Babys geeignet sind. Polyester ist in seiner eigentlichen Form nicht unbedingt gesundheitsschädlich. Schadstoffe kommen meist in der Textilproduktion zusätzlich an den Stoff. Bei einer günstigen Produktion werden schnell wirkende und günstige Chemikalien verwendet. Deshalb ist es wichtig, Schadstoffe direkt zu vermeiden, denn je direkter und länger der Kontakt mit Babyhaut besteht, desto stärker können eventuell vorhandene Schadstoffe die Haut reizen. Mit Gütesiegeln wie GOTS und IVN kannst du sichergehen, dass erst gar keine schädlichen Stoffe in der Produktion verwendet wurden, welche eventuell Spuren hinterlassen können.

Polyester und andere Kunstfasern sind jedoch allgemein nicht für Babykleidung gut geeignet, da sie nicht atmungsaktiv sind und auch keine Feuchtigkeit aufnehmen. Durch den Wärmestau unter der Kleidung können Kinder anfangen zu schwitzen. Der Schweiß wird dann nicht vom Textilstück aufgenommen, sondern bleibt am Körper kleben. Einerseits ist das unangenehm, sodass dein Baby nicht ruhig schlafen kann, andererseits ist eine mögliche Überhitzung gefährlich. Auch die Haut wird überreizt durch das lange Liegen im eigenen Schweiß. Besonders Schlafbekleidung und Unterwäsche sollte deshalb immer aus atmungsaktiven und feuchtigkeitsregulierenden Materialien bestehen.

Stoffe aus Naturfasern eignen sich speziell für Babykleidung, weil sie flexibel, bequem und gleichzeitig pflegeleicht sind. Außerdem sind Naturfasern nachhaltiger als Kunstfasern auf Erdölbasis, da sie besser recycelt werden können und biologisch abbaubar sind. Naturfasern halten dein Baby warm und sorgen gleichzeitig dafür, dass es nicht überhitzt. Für Babys mit besonders empfindlicher oder allergischer Haut ist Baumwolle besser geeignet. Allerdings wirkt Baumwolle kühlend. Wolle Seide dagegen wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Mehr zu den einzelnen Vorzügen der verschiedenen Stoffmaterialien für Babykleidung im Folgenden.

Vergleich: Wolle, Wolle/Seide und Baumwolle

Babyjäckchen aus Wollfrottee in Nahaufnahme

Wolle: Wolle ist eine antibakterielle sowie atmungsaktive Naturfaser und besonders feuchtigkeitsregulierend. Sie kann Schweiß und Feuchtigkeit schnell aufgenommen und nach außen abgeben. So wird das Baby trocken gehalten und Schweiß direkt absorbiert. Außerdem ist Wolle temperaturregulierend. Sie wärmt bei kalten Temperaturen und kühlt bei warmen. Durch ihre Faserstruktur bestehen Wollwaren bis zu 85 % aus Luft. Zum einen hilft das Luftpolster dagegen, dass Babys und Kinder im Winter schnell auskühlen. Andererseits werden beim Lüften schlechte Gerüche sehr schnell ausgelüftet. Das natürliche Wollfett hilft der Wolle schmutz- und feuchtigkeitsabweisend zu sein. Dadurch, dass die Wollfaser sich selbst regeneriert, ist Wolle sehr pflegeleicht. Sie muss sehr selten gewaschen und ab und zu das Wollfett aufgefrischt werden. Zum Reinigen lässt man die Wollartikel auslüften.

Von Nachteil ist, dass die Fasern eher rau sind und leicht kratzen können. Bei hochwertiger Merinowolle ist das weniger der Fall. Für hochsensible Baby und welche, die zur Neurodermitis neigen, eignet sich Wollkleidung eher nicht, zumindest nicht für Kleidungsstücke mit direktem Hautkontakt.

 

Wolle Seide Babybody in NahaufnahmeWolle/Seide: Das Mischgewebe aus Wolle/Seide ist bei Babykleidung sehr beliebt. Das liegt daran, dass es die meisten der positiven Eigenschaften der Wolle mit positiven Eigenschaften von Seide verbindet. Wolle/Seide ist ein sehr geschmeidiger und hautfreundlicher Stoff, der viel Feuchtigkeit aufnimmt und auch die Temperatur ausgleicht. Durch die antibakteriellen und selbstreinigenden Eigenschaften der Naturfaser ist Babykleidung aus Wolle Seide Stoffen auch lange nutzbar, bis sie wirklich gewaschen werden muss. Oft genügt es den Stoff ordentlich auszulüften, damit sich die Faser gut selbst regeneriert. Dadurch, dass sie zusätzlich knitterfrei ist, ist Wolle Seide sehr pflegeleicht, solange du dich an die Reinigungshinweise hältst.

Allerdings gibt es Babys, welche auf die tierischen Fasern allergisch oder empfindlich reagieren. Vor allem Kinder mit Neurodermitis sind betroffen. Zudem kann es eine Umgewöhnung von dem gewöhnlichen Waschverhalten bedeuten, wenn man vorher nie Wollkleidung genutzt hat, dass ein Abkochen aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften gar nicht notwendig ist und die Babykleidung auch ruiniert.  Wobei Wolle/Seide Textilartikel sehr pflegeleicht sind, wenn du ein paar Grundlagen beherzigst. Mehr dazu kannst du in unserem Ratgeber nachlesen „Wie kannst du Wolle Seide waschen“.

 

Strampler aus Baumwollnicki in NahaufnahmeBaumwolle: Baumwollstoffe für Babykleidung sind sehr beliebt. Denn Baumwolle atmet und leitet Feuchtigkeit von der Haut weg. So hält sie den Körper trocken. Ein Vorteil gegenüber Wolle und Co: Nicht nur ist die Naturfaser im Gegensatz zu Wollstoffen und Mischgeweben tierischen Ursprungs selbstverständlich vegan, sondern sie ist besonders geeignet bei Babys mit empfindlicher Haut oder Krankheiten wie Neurodermitis. Denn anders als Wolle ist Baumwolle anti-allergen. Der Stoff ist geschmeidig und hautfreundlich. Außerdem ist Baumwolle sehr heiß waschbar, was von vielen bevorzugt wird, um Bakterien abzutöten. Allerdings können sich in konventionell produzierter Baumwolle auch viele Schadstoffe verbergen. Bio-zertifizierte Baumwolle ist hier für Babys das Material erster Wahl.

Ein Nachteil in ihrer Funktionalität ist, dass Baumwolle nicht gut wärmt und Wärme nicht gut abspeichert. Besonders zu kälteren Jahreszeiten sind Baumwollstoffe für Babykleidung eher ungeeignet. Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen, was die Verarbeitung angeht. Mehr dazu erfährst du unten. Im Vergleich zu Wolle und Wolle Seide muss Baumwolle allerdings viel öfter und heißer gewaschen werden, da sich in Baumwolle leider Bakterien festsetzen können. Das beansprucht die Faser auf Dauer und sorgt dafür, dass Babykleidung aus Baumwolle sich schlechter weiterverkaufen lässt, wenn du das vorhast.

Hier eine Zusammenfassung, welche Eigenschaften die unterschiedlichen Materialien besitzen:

Überblick – Vergleich verschiedener Materialien


 

Wolle

Wolle/Seide

Baum­wolle

atmungs­aktiv

x

x

x

haut­freundlich

(x)*

x

x

geschmeidig

 

x

x

allergiker­freund­lich

 

 

x

temperatur­ausgleichend

x

x

 

kühlt

x

x

x

wärmt

x

x

 

feuchtigkeits­abweisend

x

 

 

feuchtigkeits­regulierend

x

x

x

anti­bakteriell

x

x

 

selbst­reinigend

x

x

 

schmutz­abweisend

x

x

 

pflege­leicht

x

x

x

heiß waschbar

 

 

x

knitter­frei

x

x

 

vegan

 

 

x

*aus qualitativer Merinowolle & bei Haut ohne Neurodermitis

 

Welche Stoffe für Babykleidung

Welcher Stoff für Babykleidung am besten geeignet ist, ist natürlich nicht nur von dem eigentlichen Material, sondern auch von dem Verwendungszweck abhängig. So gibt es verschiedene Stoffqualitäten und Verarbeitungsarten, welche den Nutzen des Stoffes unterschiedlich beeinflussen. Ein Beispiel hierfür sind die verschiedenen Stoffarten aus Baumwolle. Besonders dünn gewebtes Musselin oder Mullstoff eigenen sich eher im Sommer. Ein Feinstrick ist etwas dickes und eignet für Übergangsmonate, während Nicki ein kuscheliger sowie wärmender Stoff und ideal für kühle Wintermonate ist. Interlock ist dagegen ein sehr robuster Stoff und eignet sich perfekt für Babykleidung, welche auch höher beansprucht wird wie Strampler und Krabbelhosen.

Bio Baumwolle als Mull-, Strick- und Interlockstoff

Für Oberbekleidung eignet sich vor allem Wolle als Material, Tragekinder und Wickelkinder können den geschmeidigen Wollfleece Overalls tragen. Ab Krabbelalter ist ein robuster und fester Wollwalkoverall empfehlenswert. Die Wolle reguliert nicht nur die Temperatur, sondern kann auch leichte Feuchtigkeit abperlen lassen.

Für die Unterbekleidung wie Bodys, Shirts und Krabbelhosen eignen sich verschiedene Stoffe aus Wolle/Seide und Baumwolle. Jersey- oder Interlockstoff aus Baumwolle sind schön fest aber auch leicht elastisch und eignen sich daher gut für Bodys und Shirts. Besonders bei Kindern mit einer hohen Hautsensibilität eignet sich Baumwolle. Etwas dicker als Jersey sind Baumwollstoffe aus Feinripp und Feinstrick. Nickistoff oder auch Nickiplüsch ist ein gewirkter Stoff mit flauschiger Oberfläche bestehend aus aus Baumwolle. Besonders beliebt ist diese Verarbeitung bei unseren Nickistramplern und Frühchenkleidung gut geeignet und extrem kuschelig. Mit Baumwollstoffen aus Nicki ist dein Kind auch im Winter gut gekleidet.

Babykleidungsstücke aus unterschiedlichen Stoffarten

Egal ob Wolle/Seide aus Feinripp oder Feinstrick: Mit der Babykleidung aus diesen Stoffen sind vor allem Neugeborene jederzeit gut gekleidet. Durch die vielen positiven Eigenschaften können die ganz Kleinen, welche ihre eigene Temperatur noch nicht regulieren können, sicher und gut schlafen. Doch nicht nur Schlafstrampler eignen sich aus einem Wolle Seide Feinstrick, von Bodys bis Shirts ist Wolle/Seide ein tolles Material, was gegen Überhitzung und Unterkühlung schützen kann. Weitere Vorteile von Wolle Seide Kleidung kannst du in unserem verlinkten Blogbeitrag nachlesen.

Neben diesen klassischen Naturmaterialien gibt es mittlerweile auch immer mehr Kunstfasern, welche nicht erdölbasiert sind, sondern nachwachsende Rohstoffe nutzen. Ein Beispiel hierfür ist das aus Zellstoff auf Holzbasis hergestellte Lyocell bzw. Tencel, welches in Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich so gut wie Wolle funktioniert, aber dafür auch für Veganer*innen geeignet ist. Dieser Stoff kommt noch nicht oft in Babykleidung vor. In unserem Littlegreenie Sortiment findest du bspw. ein Babynest mit Tencel Bezug. Wenn du etwas selbstnähen möchtest, ist Tencel ein guter Stoff für Babykleidung.

Wir sind überzeugt davon, dass Bio Stoffe für Babykleidung sehr wichtig sind. So können wir uns sicher sein, dass das Kleidungsstück auch schadstofffrei ist. Mit speziellen Textilsiegeln ausgestattet, weißt du, dass das Textilstück unter strengen Herstellungskriterien produziert wurde. Wie wichtig es ist auf die Textilherstellung für die Stoffe von Babkleidern zu achten, kannst du in unserem Blogbeitrag "Welche Babykleidung ist schadstofffrei?" nachlesen. Ansonsten laden wir dich herzlich dazu ein, dich auch in unserem littlegreenie Shop für Bio Babykleidung umzusehen, wenn du magst.

Hast du weitere Fragen zu den Materialien, Stoffarten oder möchtest weitergehende Tipps, welcher Stoff sich für welchen Anlass eignet? Dann kannst du uns gerne einen Kommentar darlassen.

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