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Windelfrei – Wie du dein Baby erfolgreich abhalten kannst

Wie funktioniert sicheres Abhalten vom Baby? Das Wichtigste im Überblick:

  • Kommunikation zwischen dir und deinem Baby ist beim Abhalten wichtig! Beobachte die Mimik und Gestik deines Babys vor dem Ablassen. Gib deinem Baby ein Startsignal, dass es loslegen kann.
  • Wenn dein Baby muss, muss es schnell gehen! Halte ein Töpfchen samt Handtuch griffbereit in deiner Nähe. Spezielle Hosen und Bodys verkürzen die Ausziehzeit.

 

Ob nach 3 Jahren, 3 Monaten oder auch direkt ab der Geburt: Der Wunsch, Babys windelfrei zu erziehen, wird immer mehr zum Trend. Der Gedanke ist bei uns zwar erst einmal ungewöhnlich, doch keinesfalls unnatürlich. Denn der Körper deines Babys ist dazu veranlagt.

Die Umschreibung „Baby abhalten“ erklärt im doppelten Sinn worum es geht: Zum einen hältst du dein Baby vor dich und zum anderen wird dein Baby davon abgehalten, seine Ausscheidungen in eine Windel zu machen. Damit das klappt, ist gute Beobachtung, Geduld und Gefühl nötig. Man könnte sagen: Die Kommunikation ist das A und O!

Abhalten – wann ist das beste Alter?

Ab wann du mit dem Abhalten deines Babys beginnen möchtest, entscheidest du selbst für dein Kind. Bei manchen klappt es von Geburt an problemlos, andere fühlen sich sicherer, wenn ihr Baby ein paar Monate alt ist, sie die Routinen ihres Babys kennen und seine Signale besser deuten können. Jeder Lebensmonat ist geeignet. Bei einigen Kindern haben das Zahnen oder ein Wachstumsschub auch Auswirkungen darauf, wie gut und geduldig sie bei dem Baby-Abhalten-Prozess sind. Lass dich dadurch nicht entmutigen, das sind meist nur Phasen! Im Prinzip kannst du bereits nach der Geburt mit dem Baby abhalten anfangen. So lernt dein Baby schon von Beginn an, dass die "Schüssel", also eine Toilette, und nicht die Windel für die Ausscheidungen zuständig ist. 

Windelfrei – wie anfangen?

Mit dem Abhalten fängst du am besten in einem warmen Raum an, in dem dein Kind untenrum frei liegen oder herumlaufen kann, wie z.B. im Badezimmer. Alternativ kannst du den Boden großzügig mit Handtüchern oder einer wasserfesten Unterlage auslegen. Beachte: Jungs pinkeln meist etwas weiter als Mädchen!
Beim Abhalten ist die Kommunikation zwischen dir und deinem Baby am wichtigsten. Kinder senden Signale und geben Anzeichen bevor sie klein oder groß machen. Jedes Kind ist individuell, aber bald erkennst du die Signale. Beobachte dein Baby vor dem Abhalten und präge dir Mimik und Gestik ein. Wie sieht das Gesicht aus? Manche Kinder suchen intensiven Augenkontakt, andere starren etwas glasig in die Ferne. Wie sind Körperhaltung und Körperspannung? Babys weinen oder quengeln manchmal kurz bevor sie ablassen oder strecken sich durch. Manche Kinder pinkeln zwei Mal hintereinander, d.h. wenn dein Baby aufhört, pinkelt es nach ca. 10 Sekunden noch einmal kurz hinterher. Vor dem großen Geschäft fangen viele an zu drücken. Dabei wird das Gesicht fest und das Köpfchen etwas rot.
Hilfreich ist, wenn du schon weißt, wann dein Baby ungefähr muss. Pinkelt es beim Stillen oder direkt danach? Macht es morgens immer groß? Solche Abläufe können dir am Anfang helfen.

Welches Schlüsselsignal zum Abhalten deines Babys?

Kennst du die Körpersprache kommt Schritt zwei: Überlege dir ein Zeichen. Die Kommunikation geht von beiden Seiten aus. Auch du musst deinem Baby signalisieren: Jetzt darfst du pinkeln! Wenn du magst, kannst du dir einen Ton überlegen, wie z.B. „sssschhh“ oder „pfffff“. Du kannst aber auch sanft über das Köpfchen pusten oder die Beinchen streicheln.

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Wo Baby abhalten – Toilette oder Töpfchen?

Dein Kind kannst du über der Toilette abhalten, oder ein Töpfchen benutzen. Die Toilette hat den Vorteil, dass die Öffnung groß ist, die Chance also höher ist, dass nichts daneben geht. Der Nachteil ist, dass du dein Kind immer so lange halten musst, bis es fertig ist. Je nach Gewicht, kann das schon mal in deine Arme oder deinen Rücken gehen. Ein weiterer Nachteil ist, dass du nicht immer und überall eine Toilette an deiner Seite hast. Im schlimmsten Fall kann es schon zu spät sein, bis ihr das Bad erreicht habt und du dein Kind ausgezogen hast.

Beim  Abhalten bietet dir ein Töpfchen größere Freiheiten und Möglichkeiten. Verteile mehrere Töpfchen an den Orten, an denen ihr euch oft aufhaltet, z.B. der Spielteppich, die Küche oder dein Stillsessel. Hilfreich ist, daneben ein Mulltuch oder ein Handtuch zu legen. So hast du alles direkt griffbereit. Die so genannten Asia Töpfchen, wie z.B. dieses Töpfchen hier, sind schmal geschnitten und bieten deinem Baby dadurch einen guten Sitzplatz. Die Bezüge für die Töpfchen wärmen die Beinchen deines Babys, saugen aber auch Urintropfen auf, die sonst nebenher runter laufen würden. Sie sind meist aus Baumwolle oder Frottee und können somit heiß gewaschen werden.

Welche Kleidung beim Abhalten?

Das Abhalten deines Babys kannst du dir erleichtern, indem du spezielle Hosen und Bodys benutzt. Die Abhaltehosen haben vorne Knöpfe, die du leicht öffnen kannst, ohne alles auszuziehen. Das spart wertvolle Zeit! Die Bodys zum Baby Abhalten sind untenrum frei und werden durch einen Gummizug am Bauch in Position gehalten. Du kannst aber selbstverständlich auch normale Hosen und Bodys benutzen. Achte bei den normalen Bodys darauf, dass beim Abhalten die Lasche unten nicht umher baumelt, denn die wird sonst leicht vollgepinkelt.

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Windelfrei auch nachts?

Nachts auf Windeln zu verzichten und im Schlaf dein Baby abzuhalten, geht manchmal sogar einfacher als tagsüber. Nachts sind weder du noch dein Baby vom Alltag abgelenkt. Dein Baby gibt dir auch nachts Zeichen, dass es muss. Es wird meist unruhig und quengelt. Genau wie bei uns: Von einer vollen Blase wachen wir auch auf! Wenn du dein Baby nachts abhalten willst, stellst du am besten das Töpfchen direkt neben das Bett. Halte ein Mulltuch oder ein Handtuch bereit, falls im Halbschlaf doch mal etwas nicht so schnell ins Töpfchen geht. Hilfreich ist auf jeden Fall ein Nässeschutz für die Matratze. Nachts kannst du das Töpfchen auch während des Stillens halten, sodass dein Baby direkt beim Trinken pinkeln kann.

Auch hier gilt: Dir und deinem Baby muss es gut gehen! Auch dein Schlaf ist besonders wichtig. Tagsüber eine Pfütze weg zu wischen ist sicher kein Problem, aber nachts nasse Bettlaken abzuziehen – darauf kann wirklich jeder verzichten. Deshalb stress dich nicht und verwende, wenn es besser zu euch passt, lieber eine Windel.

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Hast du einen Tipp für unsere anderen Leser*innen wie eine windelfreie Erziehung funktioniert? Was sind deine Erfahrungen mit dem Baby abhalten? Hinterlasse uns doch gern ein Kommentar. Wir freuen uns!

Tags: Anleitung
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